Lieder und Texte geben Zweifel, Wut, Sehnsucht, Lust und Liebe wieder, Menschen haben all dies und werden von den gleichen Dingen bewegt, egal wann, wo und in welchem politischen System sie entstanden sind. Und davon unabhängig haben sie Bestand und Bezug zu den Menschen im heute und hier.
Schauspieler Boris Ben Siegel wollte Stimmungen aus den 80iger Jahren der DDR aufnehmen und sie der heutigen Realität gegenüberstellen, Parallelen ziehen, Wiedersprüche aufzeigen.
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Das sich die Lieder von Silly und Gerhard Gundermann im Programm wiederfinden, hat wohl zweierlei Gründe. Der entscheidende, Boris Ben Siegel ist nicht nur mit der Musik von Silly gross geworden, nein, es ist darüber hinaus eine Bewunderung für Frontfrau Tamara Danz entstanden, die bis zum heutigen Tage anhält. Das es vor ihrem Tod und dem von Gundermann zu dem einzigen gemeinsamen Konzert kam, hat dazu geführt das eben auch seine Texte in diesem Programm fest verankert wurden.
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Ersten Zuspruch für seine Idee erntete Boris Ben Siegel bei Anja Pawelke, einer Schauspielkollegin, mit der er bereits im Mannheimer Theater Oliv in zwei Produktionen > Mörderblumen < und > Tagträumer < zusammengespielt hatte. Als die Frage mal ein Programm mit Gesang zu machen, mit einem > JA < beantwortet wurde, war die Zusammenarbeit besiegelt. Tamara Danz war auch für Anja Pawelke nicht unbekannt, inhaltlich somit die beste Vorraussetzung geschaffen, und gemeinsam stellten sie sich der Herausforderung die Songs neu zu interpretieren.
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Als nächstes musste auf Musikersuche gegangen werden. Am Anfang gab es Überlegungen einen Gitarristen als Begleitung ausfindig zu machen. Durch Florence Launey kam die Akkordeonistin Gudrun Eymann ins Gespräch. Beide treten sie unter dem Namen > FLEUR BLEUE < mit französischen Chansonprogrammen auf. Die Songs von Silly und Gerhard Gundermann neu zu arrangieren wurde zu ihrem Part, und nach ersten Hörproben war für alle klar, das ein Akkordeon als musikalische Begleitung passender nicht sein konnte.
